Was für ein Unsinn: Nassakquise? Werbung auf Papierhandtuch

Was für ein Unsinn: Nassakquise? Werbung auf Papierhandtuch

Ich bin ja nun wirklich ein ausgemachter Freund von guter Werbung und gutem Marketing. Aber es hat alles Grenzen, irgendwann ist es in meinen Augen sinnlos und bringt sicher nicht den gewünschten Nutzen.

Oder haben Sie schon mal auf die Werbung auf Papierhandtüchern reagiert? Ganz ehrlich frage ich mich, wer so unrealistisch ist und hierfür Geld ausgibt.

Werbeanzeigen aus ganz Deutschland deuten darauf hin, dass nicht auf Regionalität Wert gelegt wird. Dann hätte es vielleicht noch einen gewissen Werbeeffekt, wenn die Anbieter auf dem Papierhandtuch ihren Firmensitz um die Ecke hätten.

papierhandtuchwerbung

Papierhandtuchwerbung

Aber ganz ehrlich, wenn ich unterwegs bin mit dem Auto und auf einem Autohof aufs Klo gehe – dann habe ich wenig Zeit, trockne mir schnell meine Hände und weiter gehts. Oder wo ich die Werbung noch entdeckt habe: Im Kino. Auch hier möchte ich nicht noch fünf Mal über den Sensor wischen und so viel Handtuchpapier rauslassen, dass ich auch alle Werbeanzeigen zu sehen bekomme.

Und dann? Wenn ich das bedruckte Handtuch in der Hand habe? Soll ich es falten und einstecken? Quatsch!

Den Punkt Umweltverschmutzung will ich nur kurz streifen, schon das alleine wäre ein Thema. Überlegen Sie mal, fast 100% des bedruckten Papiers landen direkt im Müll. Vom Spender in die nassen Hände, dann in die Tonne. Was für eine Quote, da bietet ja Werbung im Telefonbuch bessere Erfolgschancen, auch wenn die nicht wirklich gut sind. Und was für eine unnütze Verschwendung von Ressourcen, sei es biologisch abbaubar oder nicht – es muss produziert, bedruckt, aufgerollt und transportiert werden.

Drum, liebe Leute, die sich mit so etwas auseinandersetzen: Ich nenne euch aus dem Stand 10 Ideen, wie man Werbung besser platzieren kann. Mag sein, dass das mehr kostet. Aber es bringt auch mehr. Und wenn schon mit schmalem Budget gearbeitet wird, dann fragt euch wenigstens, ob irgendjemand aus eurer Zielgruppe das jemals zu Gesicht bekommt – darauf kommt es doch an!

Dann spendet das Geld lieber oder schenkt es euren Kunden in Form von Preisnachlässen…

Ideealistische Grüße, Jens

4 comments on “Was für ein Unsinn: Nassakquise? Werbung auf Papierhandtuch
  1. Nun ja, sicherlich gewöhnungsbedürftig. Aber den potentiellen Kunden dort abgeholt, wo er Zeit hat (bzw. sich Zeit nehmen muss), sich mit dem Angebot zu beschäftigen. Also keine schlechte Idee in meinen Augen…

    • ideealist sagt:

      Nehmen wir uns wirklich noch ein wenig Zeit, wenn wir schon neben der Tür stehen und bereits die Hände abtrocknen? Oder sind wir da nicht gedanklich schon wieder weg?
      Klowerbung an sich finde ich nicht verkehrt, aber hier – ich weiss nicht…

  2. Du sprichst mir aus der Seele. Meine These: Das liest kein Mensch. Da verdienen nur die Hersteller daran, die dummen Werbenden erzählen, was das für eine geniale Werbung ist. Gerade gestern trocknete ich mir meine Hände an einem solchen Drucklappen ab.

    Die Steigerung ist ja, auch schon erlebt, mit Werbung bedrucktes Toilettenpapier. Die ist wortwörtlich fürn Arsch!

    Ich bin nicht nur Unternehmer, sondern auch Mensch und Verbraucher. Und ich möchte weder bei Hintern abputzen, noch beim Hände abtrocknen, mit Werbung belästigt werden.

    Auf mich macht der Ort (z.B. Restaurant) und der Aufdruckwerber einen negativen Eindruck. Zumal der Werbeaufdruck auch schon vorher echt „beschissen“ aussieht.

    Das gilt bei mir ebenso für lokale Werbung auf Bierdeckeln oder, Steigerung, in der Speisenkarte.

    Mit farbenfrohen und 🙂 Grüßen, Dein Opti-Maler-Partner,
    Werner Deck

    • ideealist sagt:

      Lieber Werner,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Solche werbefreien Zonen, wie du sie beschreibst, sind sicher wohltuend. Dauerberieselung mit irgendwelchen markigen Sprüchen von Werbetextern, das muss nicht sein.
      Und ob dem Kunden wirklich gedient ist, wenn man ein paar Euro spart, weil man durch Werbung finanzierte Handtücher, Klopapier, Bierdeckel, Speisekarten zur Verfügung stellt? Oder ob da nicht eher der von dir beschriebene negative Eindruck hinterlassen wird?
      Das wäre mal eine eingehende Untersuchung wert…
      Sonnige Grüße,
      Jens

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