Kurzurlaub in der Region Zabergäu #KraichgauStromberg #visitbawu

Kurzurlaub in der Region Zabergäu #KraichgauStromberg #visitbawu

Vorgeschichte

Bei einem ersten Kennenlern-Treffen verschiedener Verlage, Reisedestinationen in Baden-Württemberg und einiger Blogger, siehe Blogbeitrag, kam ich unter anderem im persönlichen Gespräch mit der Region Kraichgau-Stromberg in Kontakt. Der lose Kontakt wurde wenig später schon etwas konkreter, ich erhielt auf Anfrage ein ausgearbeitetes Reiseprogramm für einen Kurzurlaub in der Region. Das Programm mit den ganzen Tipps sprach uns an, woraufhin wir eine der empfohlenen Unterkünfte buchten und uns auf den Kurztripp einliessen.

Das Reiseziel

In der doch recht großen Tourismusregion Kraichgau-Stromberg wurde mir das Zabergäu (auch Zabergau) empfohlen, eine Weinbauregion nordöstlich von Stuttgart, unweit von Heilbronn. Namensgebend ist die Zaber, ein Neckarzufluss. Grösste und bekannteste Stadt ist Brackenheim, gleichzeitig auch die grösste württembergische Weinbaugemeinde.

Wir übernachteten in einem kleinen Teilort von Brackenheim, in Neipperg. Ein idyllisches Weindörfchen rund um die Burg Neipperg mit reichlich Weinbergen.

Anreise

Die Anreise erfolgte mit dem PKW, was ich auch empfehle, denn Brackenheim und Neipperg sind nur mit Bussen erreichbar, eine Anbindung an das Netz der deutschen Bahn besteht nicht.

Die letzten Kilometer von der Autobahn sind ein bisschen mühsam, viele verwinkelte Ortsdurchfahrten, aber generell sind die Bundesstraße B27 und auch die Autobahnen A81 (Stuttgart-Heilbronn) und A6 (Heilbronn-Mannheim) nicht weit entfernt.

Übernachtung

Unsere Unterkunft für zwei Nächte war das Winzercafé in Neipperg, ein Café mit darüber liegenden Ferienwohnungen. Dazu in einem separaten Beitrag mehr. So viel in Kürze: Empfehlenswert.

winzercafe_neipperg

Winzercafé Neipperg mit Ferienwohnungen

Essensempfehlung

Als Essensempfehlung erhielten wir das Flämmle, nur ein paar Häuser vom Winzercafé entfernt. Herrlich urig, ein uraltes Fachwerkhaus, welches liebevoll restauriert wurde und auf zwei Geschossen den Gästen Platz bietet. Es gibt schwäbische Küche auf gehobenem Niveau. Alles sehr frisch und lecker. Ich hatte eine Spargelsuppe und geschmorte Ochsenbacken mit Spätzle und Lembergersoße. Die Küche ist einfach, ohne Schnickschnack, aber bestens zubereitet und schön angerichtet – absolut nichts auszusetzen. Dazu genehmigte ich mir ein Viertele Lemberger vom Weingut Graf Neipperg, ein kräftiger Roter.

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Nach dem Essen kam noch der Chef (selbst Wein- und besonders Rieslingfan) und führte eine kleine Riesling-Verkostung mit uns durch. Wir fachsimpelten ein wenig und kurzum, verbrachten einen wunderbaren Abend. Unbedingt merken: Flämmle in Neipperg.

Wanderung im Zabergäu

Am nächsten Tag sind wir morgens losgewandert. Erste Station war das Schloss Neipperg, welches nach knapp 10 Minuten Fußmarsch vom Dorfzentrum aus erreicht war. Der Aufstieg führt durch den Wald über einen festgetrampelten, schmalen Fußweg. Das war aber auch schon das schwerste Stück des Weges, alle anderen Wege sind gut ausgebaut und auch mit leichtem Schuhwerk bequem zu bewältigen.

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Weiter wanderten wir in Richtung Brackenheim, durch Weinberge und an verschiedenen Weingütern und Höfen vorbei. Auf dem Weg kommt man am Spargel- und Beerenhof Grötzinger vorbei, wo ebenfalls ein Hoffest stattfand und die Spargelsaison eingeläutet wurde.

Leider spielte das Wetter nicht ganz so toll mit, es regnete den ganzen Tag über mehr oder minder stark. Daher sind die Fotos nicht wirklich berauschend. Die Gegend ist wirklich schön, sanfte, mit Weinstöcken übersäte Hügel, ein gut ausgebautes Wegenetz. Leider ist die Ausschilderung nicht ganz so toll, so dass man doch recht viel raten muss. Mit ein wenig Orientierungssinn und dem Handy als Ratgeber fanden wir den Weg jedoch problemlos.

Brackenheim

Nach gut 1 Stunde erreicht man Brackenheim. Wir schlenderten durch die schöne, mit Fachwerkhäusern und schmalen Gässchen gespickte, Altstadt. Eine kurze Einkehr genehmigten wir uns bei der Bäckerei Kern, direkt neben dem Rathaus. Eine doch recht rustikale Bäckerei, die auch nicht wirklich zum Verweilen einlädt. Aber die Brezeln sind super und absolut zu empfehlen.

Theodor-Heuss-Museum

Danach besichtigten wir das Theodor-Heuss-Museum, schließlich ist Brackenheim (wem sag ich das) seine Geburtsstadt.

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Je nach Lust und Zeit kann man hier bis zu 90 Minuten verbringen und alles über das Leben und schaffen des ersten Bundespräsidenten erfahren. Der Eintritt beträgt 2,50 €, was absolut in Ordnung geht. Die Museumsleiterin war überaus freundlich und hilfsbereit, das Museum ist sehr persönlich, sauber und gut gepflegt. Ich muss gestehen, ich wusste wenig über Theodor Heuss – bis zu diesem Besuch.

Weingärtner-Genossenschaft Stromberg-Zabergäu

Nächste Station war dann, bereits wieder auf dem Rückweg in Richtung Neipperg, das Hoffest zum 1. Mai bei der Weingärtner- Genossenschaft Stromberg-Zabergäu. Dort gab es das etwas späte Mittagessen, danach noch habe ich noch einen Trollinger und einen Lemberger verkostet. Die Weine waren aber zu kalt und nicht ganz mein Geschmack.

Abendprogramm

Wir wanderten zurück von Brackenheim nach Neipperg, wieder ca 1 Stunde. Danach freuten wir uns schon auf Kaffee und Kuchen im Winzercafé. Die Kuchen und Torten sind alle selbstgemacht, der Service ist prima – genau das richtige nach dieser Wanderung.

Nach ein wenig Rast in der Ferienwohnung ging es zum Hoffest des Weingut Echle in Neipperg. Dort lädt im Normalfall eine weithin bekannte Besenwirtschaft ein. Während des Hoffestes wurden die Gäste jedoch im Freien sowie einer Halle des Weinguts bewirtet. Etwas rustikale Kost und ein, zwei Gläschen Wein sorgten für einen gemütlichen Ausklang.

Was ich noch erwähnen möchte

Das mobile Internet scheint noch nicht bis hierher gedrungen. Wer also unbedingt zum Glücklichsein Bilder auf Facebook oder Instagram posten oder einfach mal Google befragen möchte, der wird es hier schwierig haben.

Einen ebenfalls schönen Beitrag über die Region Stromberg-Heuchelberg mit detailierter Beschreibung der Wanderroute durchs Kirbachtal, ein paar Kilometer südlich von Brackenheim, findet ihr hier auf der Seite bergzeit.de.

Fazit

Die Region, das Dörfchen, das Winzercafé, das Flämmle und teilweise auch der Wein – es gibt wirklich genügend Gründe, um mal für ein paar Tage in das Zabergäu zu reisen. Ein charmante Weinregion, sehr urig und gemütlich.

Ich möchte mich an dieser Stelle für den toll ausgearbeiteten Plan für unseren Kurztrip bedanken, der mir die Arbeit abgenommen hat. Es waren viele weitere Anregungen dabei, zudem hat die Region Kraichgau-Stromberg noch viel anderes zu bieten – ich komme gerne wieder.

3 comments on “Kurzurlaub in der Region Zabergäu #KraichgauStromberg #visitbawu
  1. Ulrike sagt:

    Statt zu fragen, ob es Folgeveranstaltungen gab, hätte ich auch einfach deinen Blog lesen können. 😉
    Freut mich, dass da schon was passiert ist.

    • Ja, war echt ein nettes Gespräch beim ersten Treffen und danach ein reger E-Mail-Verkehr.
      Aber leider arbeitet mein Kontakt nun nicht mehr bei der Destination Kraichgau-Stromberg 🙁
      Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung 😉

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