Grosses Kino: Das Barcamp Schweiz 2015 in Zürich #barcampCH

Es war wieder soweit. Nach dem Revival des Barcamp Schweiz im letzten Jahr hatten die Organisatoren auch dieses Jahr wieder zum hochsommerlichen #barcampCH geladen. Ein vom Format her klassisches Barcamp, ohne spezielle Themenausrichtung. Karl der Grosse war wieder Veranstaltungsort für ein herausragendes Barcamp.

Barcamp? Hä, was ist das?

Wer nicht weiss, was ein Barcamp ist, den verweise ich hier gleich zu Beginn auf diese Erklärungen (Link1 und Link2) und meine vorigen Beiträge über Barcamps (siehe hier).

#barcampCH Aufsteller

Lob, Lob, Lob

Ich möchte die Berichterstattung dieses Mal von hinten aufzäumen und mit meinem Fazit beginnen: Es war grossartig. Es gab und gibt sicher den einen oder anderen Kritikpunkt, aber hier geht es nur um Details, welche letztlich das positive Resumée nicht trüben können. Sollte 2016 wieder ein Barcamp Schweiz stattfinden, unbedingt vormerken.

Ich, nein wir (so war das Fazit, das ich von Vielen hörte), erlebten ein persönliches, herzliches Barcamp. Tolle Gespräche auf Augenhöhe, viele neue Kontakte, tolles Drumherum. Und viele Barcamp-Neulinge, was für das Bewerben, Teilen, Retweeten im Vorfeld spricht.

Kritik (negativ)

Jean-Marc (Blog) brachte es in der Abschluss-Session treffend auf den Punkt. Es ist wirklich Kritik auf allerhöchstem Niveau. Anzumerken wäre die fehlende Angabe der Raumgrößen bei der Sessionplanung, die führte dazu, dass manche Sessions wohl in zu kleinen Räumen stattfinden mussten, während andere Sessions mit weniger Teilnehmern in großen Räumen waren.

Weiterer Kritikpunkt, so war zu hören, war das ausschliesslich vegetarische Essen im Karl. Wobei sich de facto niemand beschwert hat
über das schlechte Essen – es war hervorragend und wie letztes Jahr mit freundlichem und schnellem Service serviert worden. Aber manche mögen eben lieber Fleisch als vegetarisch :)

BarcampCH 2015

Irgendwas auf dem Spiess mit Reis. Aber lecker. #barcampch

Kritik (positiv)

Das Herz des BarcampCH, die Organisatoren! Das Organisatorenteam machte einen exzellenten Job. Stets vorbereitet und immer eine schnelle Lösung parat.

Man konnte die drei wirklich nicht aus der Ruhe bringen. Gut strukturiert, Aufgaben klar verteilt – hier waren Profis am Werk.  Zudem merkte man, wie sehr sich @thomasgemperle, @2suess und @hofrat mit der Kritik im Vorjahr und den Anregungen der Teilnehmer im Vorfeld auseinandergesetzt hatten. Und wenn man gesehen hat, wie sehr sie sich die Kritik zu Herzen und teilweise auch persönlich nahmen, zeigt das, wie viel von diesen drei Machern im barcampCH steckt – und das ist gut so.

BarcampCH 2015

Ein Barcamp mit so viel Herzblut habe ich noch nicht erlebt, es ist schlicht mehr als man erwarten kann, dafür dass die Organisatoren
dies ehrenamtlich, also und einen Rappen/Cent zu verdienen, und neben ihren Jobs her machen! Vielen, vielen Dank.

Auch die Location Karl der Grosse sei erwähnt. Leckeres Essen, super Service, tolle Räume mit reichlich Ambiente und ein stabiles WLAN. Das alles zusammen findet man selten. Das Team war stets zuvorkommend und hilfsbereit, auch ausserhalb der Essenszeiten. Das Barockzimmer und das blaue Foyer sind schlicht der Hammer, in solchen Räumen Sessions abhalten zu dürfen ist eine Ehre.

Aufsteller #barcampCH Rückseite

Ein Beispiel für das super stabile WLAN: Als wir in der Periscope Session gebeten wurden, uns die App runterzuladen, wurde dieser Bitte zahlreich nachgekommen. Ca. 10-15 luden gleichzeitig aus App- oder Play-Store Periscope runter. Die Verbindung hielt, es kam zu keinem Abbruch, auch nachher, als viele die Session live und gleichzeitig via Periscope verfolgten, kam es nicht zu Aussetzern.

Sessions

Natürlich möchte ich auch ein wenig über die Sessions schreiben. Jedoch bargen einige reichlich Gesprächs- oder Zündstoff in sich,  weshalb ich den Bericht über die von mir besuchten Sessions auslagern und separat veröffentlichen möchte. Beitrag folgt. Nur so viel: Es war ein bunter Blumenstrauss an Themen, wie man das bei einem offenen, klassischen Barcamp erwarten darf.

Dank an die Sponsoren

Der Text ist bekannt, kommt aber nicht minder von Herzen:

BarcampCH 2015

“ferienpiraten-logo2″
“logo-schreibwerkstatt“ “buch-und-netz“
“hostpoint“ “logo-swico“
“RZ_IT&Business_Logo_small“ “LeShopMigros_NewLogo_1024px_RGB“
“admiral-cx-logo“
“karl-der-grosse“ “hofrat-suess“ “openbyte“

Vielen Dank an euch Sponsoren. Ihr habt damit ermöglicht, dass dieses Barcamp so stattfinden konnte. Besonderer Dank an die Ferienpiraten als Hauptsponsor. Genau so an diejenigen Sponsoren, die bereits weit vor dem Barcamp ihre Unterstützung zugesagt hatten oder in der Abschluss-Session ein weiteres Sponsoring für nächstes Jahr kundgetan haben. Auch so etwas habe ich noch nicht erlebt und beweist wieder einmal den tollen Spirit des Barcamp Schweiz!

Und ein Dankeschön an die Hofrat Suess GmbH für den lockeren Freitag Abend in deren Büroräumen.

Was ich noch loswerden will

  • In der Auftaktsession am Freitag Abend wurde uns durch das emsige Rühren der Organisatoren etwas besonderes angeboten:
    Es gab Burger in einer der Top-Lokalitäten von Zürich, the bite. Hier wurde uns Premium Qualität (mit Premium Preisen) zum Nulltarif serviert. Hierzu trotz Anmeldung (bei wirklich knappen 25 Tickets) ohne Abmeldung oder Entschuldigung  nicht zu erscheinen, ist einfach unverschämt und dreist.
  • In der Begrüssungssession herrschte eine derart lebhafte und gelöste Stimmung, wie ich sie noch nicht erlebt habe auf Barcamps. Die Freude, dass die 2015er Ausgabe endlich losging, scheint riesig gewesen zu sein.
  • Ein überaus lockerer und unkomplizierter Umgang von Schweizern, Österreichern und Deutschen. Zwar wurde ab und an gewitzelt, aber Animositäten habe ich nie verspürt. Zwar gab es kleinere sprachliche Probleme für manche Teilnehmer (Barcamp-Sprache war schweizerdeutsch), was auch beim Scope aus der Periscope-Session deutlich bemerkt wurde. Aber es war ein gutes Miteinander.
  • Allgemein noch ein Wort zu den “No Shows”, den Menschen, die sich anmelden und dann nicht erscheinen (ohne Abmeldung). Das geht nicht, das ist blöd, verteuert Barcamps nur unnötig und demotiviert die Organisatoren. Unterlassen, bitte!
  • Mehr Bild in meinem flickr-Album BarcampCH 2015

Mein Fazit hattet ihr schon vorweg: Es war grandios. Applaus und vielen Dank! Ich komme gerne wieder, bitte weitermachen :-)

Hier eine Liste mit weiteren Beiträgen über das #barcampCH 2015:

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5 thoughts on “Grosses Kino: Das Barcamp Schweiz 2015 in Zürich #barcampCH

  1. “Das Herz des BarcampCH, die Organisatoren! Das Organisatorenteam machte einen exzellenten Job. Stets vorbereitet und immer eine schnelle Lösung parat.” Kann man nur unterstreichen. Besonders dass das Team Kritik – positiv als auch negativ – gerne annimmt und umsetzt.

    Ich freue mich auch schon auf die nächste Edition – sofern sie stattfindet – aber diesmal mit einer geringeren No-Show-Rate. Das geht überhaupt nicht.

    Merci für die tolle Zusammenfassung!

    Jonas

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